Diese Seite wurde automatisch von einem Computer in einfache Sprache übersetzt. Niemand hat sie überprüft. Wenn etwas unklar ist, schaut bitte auf die originale Seite.```plaintext ====== 25.10.2025 Off-Label-Liste ====== ====== Long COVID Off-Label-Empfehlungen und der Stand bei LDN ====== Die Gruppe von Expert:innen, die sich mit Long COVID beschäftigt, hat ihre Bewertungen für die Medikamente Agomelatin, Ivabradin, Vortioxetin und Metformin abgeschlossen. Diese Bewertungen wurden an den Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) geschickt. Der G-BA entscheidet, ob diese Medikamente in die Liste VI der Arzneimittel-Richtlinie aufgenommen werden. Wenn sie auf dieser Liste stehen, können Ärzt:innen sie für Long COVID empfehlen. Patient:innen können dann die Kosten über die gesetzliche Krankenkasse abrechnen. Es gibt dann kein [[..:kontroversen:offlabelbehandlung|Haftungsrisiko]] für die Ärzt:innen. Falls die Genehmigung erteilt wird, können die Medikamente für verschiedene Zwecke genutzt werden: * Agomelatin \\ Für Fatigue bei MECFS und Long/Post-Covid * Ivabradin \\ Für POTS und Covid, wenn Betablocker nicht eingesetzt werden können * Vortioxetin \\ Für kognitive Beeinträchtigungen und/oder Depressionen bei Long/Post-Covid * Metformin \\ Zur Vorbeugung bei akuter Covid-Infektion, wenn Übergewicht oder Adipositas vorliegen Um in die Liste aufgenommen zu werden, braucht es positive Studienergebnisse. Diese müssen zeigen, dass die Medikamente einen nachweisbaren Nutzen haben. Viele mögliche Medikamente schaffen das nicht, weil es oft nicht genug oder uneinheitliche Daten gibt. Das macht es der Expertengruppe schwer, eine klare Empfehlung auszusprechen. ===== Und was ist mit LDN? ===== Viele Menschen fragen sich, warum Low Dose Naltrexon (LDN) nicht auf dieser Liste steht. Ich habe bei Dr. Bernhard Wörmann, einem Mitglied der Expert:innengruppe, nachgefragt. Seine Antwort war klar: „Die kanadische Studie [in Vancouver] läuft langsamer als gedacht. Deshalb haben wir Naltrexon vorerst nicht aufgenommen. Sobald wir ein positives Ergebnis haben, fügen wir es hinzu. Wenn die Studie negativ ist, wird es schwierig.“ Kurz gesagt: Es gibt aktuell nicht genug Daten, um Naltrexon offiziell zu empfehlen. Die laufende Studie in Kanada ist dafür wichtig. ===== Stand der Studie in Kanada ===== Es gibt ein Update zur Studie, das unter anderem auf der Seite der [[https://meassociation.org.uk/2025/10/update-ldn-clinical-trial-progress-report-july-september-2025/|ME Association]] zu finden ist. Die Durchführung der Studie soll bis Mitte Februar 2026 abgeschlossen sein. Danach werden die Ergebnisse ausgewertet und veröffentlicht. Erst wenn die Ergebnisse veröffentlicht sind, kann man in Deutschland einen neuen Antrag stellen. Meine Meinung: Wahrscheinlich wird sich in Deutschland bis Ende 2026 nichts ändern. ===== Offene Fragen zur Umsetzung ===== Selbst wenn die Studie erfolgreich ist und Naltrexon in die Liste aufgenommen wird, gibt es ein praktisches Problem: In der Liste VI stehen bisher nur Fertigarzneimittel. LDN wäre aber ein Rezepturarzneimittel, denn es gibt kein fertiges Medikament in den niedrigen Dosierungen für Long COVID. Das kann juristisch kompliziert werden, denn der Weg über § 35c Abs. 1 SGB V ist nur für Fertigarzneimittel gedacht. Über den Unterschied zwischen Offlabel-Medikamenten und „Neue Untersuchungs- und Behandlungsmethoden" (NUB) habe ich [[medizin:offlabelmedikamente:kostenuebernahme|hier]] geschrieben. ```