[[{}law:sgb_5:130d|←]][[{}law:sgb_5|↑]][[{}law:sgb_5:131|→]] === § 130e Rabattverträge für Arzneimittel mit patentgeschützten Wirkstoffen mit therapeutisch vergleichbarer Wirkung === (1)[[law:sgb_5:130e#abs_1_1|1]] Krankenkassen oder ihre Verbände können Gruppen von Arzneimitteln mit patentgeschützten Wirkstoffen festlegen, die in einem Therapiegebiet eine therapeutisch vergleichbare Wirkung haben, und mit pharmazeutischen Unternehmen Rabattverträge nach § 130a Absatz 8 oder § 130c für Arzneimittel einer Gruppe vereinbaren. [[law:sgb_5:130e#abs_1_2|2]]Die Vereinbarungen können exklusiv und wirkstoffübergreifend ausgeschrieben werden. [[law:sgb_5:130e#abs_1_3|3]]Vertragsärzte haben aus einer festgelegten Gruppe von Arzneimitteln die Arzneimittel zu verordnen, für die Rabattverträge vereinbart wurden, es sei denn, im Einzelfall sprechen medizinische Gründe dagegen. (2)[[law:sgb_5:130e#abs_2_1|1]] Verordnungen von Arzneimitteln aus einer nach Absatz 1 Satz 1 festgelegten Gruppe, für die Rabattverträge nach Absatz 1 Satz 1 vereinbart wurden, sind von der Prüfungsstelle als bei den Wirtschaftlichkeitsprüfungen nach den §§ 106 bis 106c zu berücksichtigende Praxisbesonderheiten anzuerkennen. [[law:sgb_5:130e#abs_2_2|2]]Die in § 106b Absatz 1 Satz 1 genannten Vertragspartner können vereinbaren, dass Verordnungen nicht rabattierter Arzneimittel aus einer nach Absatz 1 Satz 1 festgelegten Gruppe, die auch Arzneimittel enthält, für die Rabattverträge nach Absatz 1 Satz 1 vereinbart wurden, von Maßnahmen nach den §§ 106 bis 106c auszunehmen sind, wenn eine nach § 106b Absatz 1 Satz 5 vereinbarte Verordnungsquote für solche Arzneimittel der Gruppe, für die Rabattverträge nach Absatz 1 Satz 1 vereinbart wurden, erreicht wurde. [[law:sgb_5:130e#abs_2_3|3]]Das Nähere, auch zur Anerkennung der im Einzelfall aus medizinischen Gründen erfolgenden Verordnung nicht rabattierter Arzneimittel als wirtschaftlich, vereinbaren die in § 106b Absatz 1 Satz 1 genannten Vertragspartner. (3)[[law:sgb_5:130e#abs_3_1|1]] Bis zum Ablauf des 31. [[law:sgb_5:130e#abs_3_2|2]]Dezember 2030 sind Festlegungen von Gruppen und Vereinbarungen von Rabattverträgen nach Absatz 1 Satz 1 nur innerhalb folgender Wirkstoffgruppen zulässig: 1. [[law:sgb_5:130e#abs_3_3|3]]Janus-assoziierte Kinase (JAK)-Inhibitoren, 2. [[law:sgb_5:130e#abs_3_4|4]]Calcitonin-Gene-Related-Peptide (CGRP)-Antagonisten, 3. [[law:sgb_5:130e#abs_3_5|5]]Poly-ADP-Ribose-Polymerase (PARP)-Inhibitoren, 4. [[law:sgb_5:130e#abs_3_6|6]]Proproteinkonvertase Subtilisin/Kexin Typ 9 (PCSK9)-Inhibitoren und 5. [[law:sgb_5:130e#abs_3_7|7]]Programmed Cell Death-1-Rezeptor/Programmed Cell Death-ligand-1 (PD-1/PD-L1)-Inhibitoren. (4)[[law:sgb_5:130e#abs_4_1|1]] Der Spitzenverband Bund der Krankenkassen hat dem Bundesministerium für Gesundheit bis zum 31. [[law:sgb_5:130e#abs_4_2|2]]Juli 2030 einen Bericht über die Auswirkungen des § 130e auf die Qualität und Wirtschaftlichkeit der Versorgung mit sowie die Auswirkungen auf die Ausgaben für Arzneimittel vorzulegen.