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== § 85 Gesamtvergütung ==
(1)[[law:sgb_5:85#abs_1_1|1]] Die Krankenkasse entrichtet nach Maßgabe der Gesamtverträge an die
jeweilige Kassenärztliche Vereinigung mit befreiender Wirkung eine
Gesamtvergütung für die gesamte vertragsärztliche Versorgung der
Mitglieder mit Wohnort im Bezirk der Kassenärztlichen Vereinigung
einschließlich der mitversicherten Familienangehörigen.
(2)[[law:sgb_5:85#abs_2_1|1]] Die Höhe der Gesamtvergütung wird im Gesamtvertrag vereinbart; die
Landesverbände der Krankenkassen treffen die Vereinbarung mit Wirkung
für die Krankenkassen der jeweiligen Kassenart. [[law:sgb_5:85#abs_2_2|2]]Die Gesamtvergütung
ist das Ausgabenvolumen für die Gesamtheit der zu vergütenden
vertragsärztlichen Leistungen; sie kann als Festbetrag oder auf der
Grundlage des Bewertungsmaßstabes nach Einzelleistungen, nach einer
Kopfpauschale, nach einer Fallpauschale oder nach einem System
berechnet werden, das sich aus der Verbindung dieser oder weiterer
Berechnungsarten ergibt. [[law:sgb_5:85#abs_2_3|3]]Die Vereinbarung unterschiedlicher
Vergütungen für die Versorgung verschiedener Gruppen von Versicherten
ist nicht zulässig. [[law:sgb_5:85#abs_2_4|4]]Die Vertragsparteien haben auch eine angemessene
Vergütung für nichtärztliche Leistungen im Rahmen sozialpädiatrischer
und psychiatrischer Tätigkeit und für eine besonders qualifizierte
onkologische Versorgung zu vereinbaren; das Nähere ist jeweils im
Bundesmantelvertrag zu vereinbaren. [[law:sgb_5:85#abs_2_5|5]]Die Vergütungen der Untersuchungen
nach den §§ 22, 25 Abs. 1 und 2, § 26 werden als Pauschalen
vereinbart. [[law:sgb_5:85#abs_2_6|6]]Beim Zahnersatz sind Vergütungen für die Aufstellung eines
Heil- und Kostenplans nicht zulässig. [[law:sgb_5:85#abs_2_7|7]]Soweit die Gesamtvergütung auf
der Grundlage von Einzelleistungen vereinbart wird, ist der Betrag des
Ausgabenvolumens nach Satz 2 zu bestimmen. [[law:sgb_5:85#abs_2_8|8]]Ausgaben für
Kostenerstattungsleistungen nach § 13 Abs. 2 und nach § 53 Abs. 4 mit
Ausnahme der Kostenerstattungsleistungen nach § 13 Abs. 2 Satz 6 und
Ausgaben auf Grund der Mehrkostenregelung nach § 28 Abs. 2 Satz 3 sind
auf das Ausgabenvolumen nach Satz 2 anzurechnen.
[[law:sgb_5:85#abs_2_9|9]](2a) (weggefallen)
(2b) (weggefallen)
(2c) Die Vertragspartner nach § 82 Abs. 1 können vereinbaren, daß für
die Gesamtvergütungen getrennte Vergütungsanteile für die an der
vertragsärztlichen Versorgung beteiligten Arztgruppen zugrunde gelegt
werden; sie können auch die Grundlagen für die Bemessung der
Vergütungsanteile regeln. § 89 Abs. 1 gilt nicht.
[[law:sgb_5:85#abs_2_10|10]](2d) Die Punktwerte für zahnärztliche Leistungen ohne Zahnersatz
dürfen in jedem Kalenderjahr höchstens um die für das jeweilige
Kalenderjahr nach § 71 Absatz 3 Satz 5 veröffentlichte
durchschnittliche Veränderungsrate angehoben werden. [[law:sgb_5:85#abs_2_11|11]]Satz 1 gilt nicht
für Leistungen nach den §§ 22, 22a, 26 Absatz 1 Satz 5, § 87 Absatz 2i
und 2j sowie Leistungen zur Behandlung von Parodontitis für
Versicherte, die einem Pflegegrad nach § 15 des Elften Buches
zugeordnet sind oder in der Eingliederungshilfe nach § 99 des Neunten
Buches leistungsberechtigt sind.
(3)[[law:sgb_5:85#abs_3_1|1]] In der vertragszahnärztlichen Versorgung vereinbaren die
Vertragsparteien des Gesamtvertrages die Veränderungen der
Gesamtvergütungen unter Berücksichtigung der Zahl und Struktur der
Versicherten, der Morbiditätsentwicklung, der Kosten- und
Versorgungsstruktur, der für die vertragszahnärztliche Tätigkeit
aufzuwendenden Arbeitszeit sowie der Art und des Umfangs der
zahnärztlichen Leistungen, soweit sie auf einer Veränderung des
gesetzlichen oder satzungsmäßigen Leistungsumfangs beruhen. [[law:sgb_5:85#abs_3_2|2]]Bei der
Vereinbarung der Veränderungen der Gesamtvergütungen gilt § 71 Absatz
1 bis 3 in Bezug auf das Ausgabenvolumen für die Gesamtheit der zu
vergütenden vertragszahnärztlichen Leistungen ohne Zahnersatz; dies
gilt nicht für Leistungen nach den §§ 22, 22a, 26 Absatz 1 Satz 5, §
87 Absatz 2i und 2j sowie Leistungen zur Behandlung von Parodontitis
für Versicherte, die einem Pflegegrad nach § 15 des Elften Buches
zugeordnet sind oder in der Eingliederungshilfe nach § 99 des Neunten
Buches leistungsberechtigt sind. [[law:sgb_5:85#abs_3_3|3]]Absatz 2 Satz 2 bleibt unberührt. [[law:sgb_5:85#abs_3_4|4]]Die
Krankenkassen haben den Kassenzahnärztlichen Vereinigungen die Zahl
ihrer Versicherten vom 1. [[law:sgb_5:85#abs_3_5|5]]Juli eines Jahres, die ihren Wohnsitz im
Bezirk der jeweiligen Kassenzahnärztlichen Vereinigung haben,
gegliedert nach den Altersgruppen des Vordrucks KM 6 der Statistik
über die Versicherten in der gesetzlichen Krankenversicherung bis zum
1\. [[law:sgb_5:85#abs_3_6|6]]Oktober des Jahres mitzuteilen.
[[law:sgb_5:85#abs_3_7|7]](3a) (weggefallen)
(4)[[law:sgb_5:85#abs_4_1|1]] Die Kassenzahnärztliche Vereinigung verteilt die Gesamtvergütungen
an die Vertragszahnärzte. [[law:sgb_5:85#abs_4_2|2]]Sie wendet dabei in der
vertragszahnärztlichen Versorgung den im Benehmen mit den
Landesverbänden der Krankenkassen und den Ersatzkassen festgesetzten
Verteilungsmaßstab an. [[law:sgb_5:85#abs_4_3|3]]Bei der Verteilung der Gesamtvergütungen sind
Art und Umfang der Leistungen der Vertragszahnärzte zugrunde zu legen;
dabei ist jeweils für die von den Krankenkassen einer Kassenart
gezahlten Vergütungsbeträge ein Punktwert in gleicher Höhe zugrunde zu
legen. [[law:sgb_5:85#abs_4_4|4]]Der Verteilungsmaßstab hat sicherzustellen, dass die
Gesamtvergütungen gleichmäßig auf das gesamte Jahr verteilt werden.
[[law:sgb_5:85#abs_4_5|5]]Der Verteilungsmaßstab hat Regelungen zur Verhinderung einer
übermäßigen Ausdehnung der Tätigkeit des Vertragszahnarztes
entsprechend seinem Versorgungsauftrag nach § 95 Absatz 3 Satz 1
vorzusehen. [[law:sgb_5:85#abs_4_6|6]]Widerspruch und Klage gegen die Honorarfestsetzung sowie
ihre Änderung oder Aufhebung haben keine aufschiebende Wirkung.