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=== § 753 Vollstreckung durch Gerichtsvollzieher; elektronischer Rechtsverkehr; Verordnungsermächtigungen ===
(1)[[law:zpo:753#abs_1_1|1]] Die Zwangsvollstreckung wird, soweit sie nicht den Gerichten
zugewiesen ist, durch Gerichtsvollzieher durchgeführt, die sie im
Auftrag des Gläubigers zu bewirken haben.
(2)[[law:zpo:753#abs_2_1|1]] Der Gläubiger kann wegen Erteilung des Auftrags zur
Zwangsvollstreckung die Mitwirkung der Geschäftsstelle in Anspruch
nehmen. [[law:zpo:753#abs_2_2|2]]Der von der Geschäftsstelle beauftragte Gerichtsvollzieher
gilt als von dem Gläubiger beauftragt.
(3)[[law:zpo:753#abs_3_1|1]] Das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz wird
ermächtigt, durch Rechtsverordnung mit Zustimmung des Bundesrates
verbindliche Formulare für den Auftrag einzuführen. [[law:zpo:753#abs_3_2|2]]Die
Rechtsverordnung kann für diese Formulare besondere technische
Rahmenbedingungen für die Übermittlung und die Eignung zur Bearbeitung
bestimmen.
(4)[[law:zpo:753#abs_4_1|1]] Rechtsanwälte, Behörden oder juristische Personen des öffentlichen
Rechts einschließlich der von ihnen zur Erfüllung ihrer öffentlichen
Aufgaben gebildeten Zusammenschlüsse haben dem Gerichtsvollzieher
vorzulegende Dokumente mit Ausnahme der in § 754a Absatz 1 Satz 1
Nummer 1 bis 3 genannten Dokumente als elektronische Dokumente zu
übermitteln. [[law:zpo:753#abs_4_2|2]]Für Übermittlungen nach Satz 1 gilt § 130d Satz 2 und 3
entsprechend.
(5)[[law:zpo:753#abs_5_1|1]] Zur Übermittlung als elektronische Dokumente sind Schriftstücke in
elektronische Dokumente zu übertragen, die bildlich und inhaltlich mit
den übertragenen Schriftstücken übereinzustimmen haben. [[law:zpo:753#abs_5_2|2]]Für
elektronische Dokumente gelten § 130a Absatz 2, 3, 5 und 6, auf dessen
Grundlage erlassene Rechtsverordnungen sowie § 298 entsprechend.
(6)[[law:zpo:753#abs_6_1|1]] Sichere Übermittlungswege für den elektronischen Rechtsverkehr mit
dem Gerichtsvollzieher sind:
1. bei einer Kommunikation mit dem Gerichtsvollzieher über das
Amtsgericht als Verteilerstelle die Übermittlungswege nach § 130a
Absatz 4 Satz 1;
2. bei einer Kommunikation mit dem Gerichtsvollzieher selbst
a) der Übermittlungsweg nach § 130a Absatz 4 Satz 1 Nummer 5 sowie
b) die Übermittlungswege nach § 130a Absatz 4 Satz 1 Nummer 1 bis 4; ein
Postfach des Gerichtsvollziehers nach § 130a Absatz 4 Satz 1 Nummer 3
oder ein den Anforderungen des § 4 Absatz 1 Nummer 2 der
Elektronischer-Rechtsverkehr-Verordnung entsprechendes elektronisches
Postfach des Gerichtsvollziehers tritt an die Stelle der
elektronischen Poststelle des Gerichts.
[[law:zpo:753#abs_6_2|2]]§ 130a Absatz 4 Satz 2 gilt entsprechend.
(7)[[law:zpo:753#abs_7_1|1]] Der Gerichtsvollzieher darf den in Absatz 4 Satz 1 Genannten oder
sonstigen in professioneller Eigenschaft am Verfahren beteiligten
Personen, Vereinigungen und Organisationen, bei denen von einer
erhöhten Zuverlässigkeit ausgegangen werden kann, elektronische
Dokumente übermitteln. [[law:zpo:753#abs_7_2|2]]Anderen als den in Satz 1 Genannten darf er
elektronische Dokumente nur dann übermitteln, wenn diese Personen
einer solchen Übermittlung für das jeweilige Vollstreckungsverfahren
zugestimmt haben. [[law:zpo:753#abs_7_3|3]]Die Zustimmung nach Satz 2 gilt mit der Übermittlung
eines elektronischen Dokuments im jeweiligen Vollstreckungsverfahren
als erteilt. [[law:zpo:753#abs_7_4|4]]Andere als natürliche Personen können die Zustimmung auch
allgemein erteilen.
(8)[[law:zpo:753#abs_8_1|1]] Für Zwangsvollstreckungsverfahren durch Gerichtsvollzieher kann
die Bundesregierung in der Rechtsverordnung nach § 130a Absatz 2 Satz
2 besondere technische Rahmenbedingungen für die Übermittlung und die
Eignung zur Bearbeitung elektronischer Dokumente bestimmen.