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=== § 754a Elektronischer Vollstreckungsauftrag ===
(1)[[law:zpo:754a#abs_1_1|1]] Sofern bei einem Auftrag an den Gerichtsvollzieher zur
Durchführung der Zwangsvollstreckung wegen Geldforderungen die
Übergabe oder die Vorlage
1. der Ausfertigung des Vollstreckungstitels,
2. der Vollstreckungsklausel oder
3. weiterer Urkunden zum Nachweis der Vollstreckungsvoraussetzungen
erforderlich ist, genügt es bei einem elektronischen
Vollstreckungsauftrag, die Schriftstücke in elektronische Dokumente zu
übertragen und diese dem Gerichtsvollzieher zu übermitteln. [[law:zpo:754a#abs_1_2|2]]Sollen
Kosten der Zwangsvollstreckung vollstreckt werden, sind dem
Vollstreckungsauftrag zusätzlich eine nachprüfbare Aufstellung der
Kosten und entsprechende Belege als elektronische Dokumente
beizufügen.
(2)[[law:zpo:754a#abs_2_1|1]] Kann der Gerichtsvollzieher anhand der übermittelten
elektronischen Dokumente nicht zweifelsfrei feststellen, dass die
Voraussetzungen der Zwangsvollstreckung vorliegen, teilt er dies dem
Auftraggeber mit und fordert die für die zweifelsfreie Feststellung
erforderlichen Dokumente als elektronische Dokumente oder als
Schriftstücke an.
(3)[[law:zpo:754a#abs_3_1|1]] Übermittelt der Auftraggeber Schriftstücke nach Absatz 1 Satz 1
Nummer 1 bis 3 als elektronische Dokumente, so hat er dem
Gerichtsvollzieher zu versichern, dass
1. die übermittelten elektronischen Dokumente jeweils bildlich und
inhaltlich mit den Schriftstücken übereinstimmen und
2. die Forderung in Höhe des Vollstreckungsauftrags noch besteht.
[[law:zpo:754a#abs_3_2|2]]Die Versicherung ist in Textform zu übermitteln.
(4)[[law:zpo:754a#abs_4_1|1]] Bestehen die in Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 bis 3 bezeichneten
Schriftstücke nicht mehr oder treten Änderungen an ihnen auf, nachdem
sie als elektronische Dokumente übermittelt worden sind, hat der
Auftraggeber
1. den Gerichtsvollzieher hierüber unverzüglich zu informieren und
2. die geänderten Schriftstücke in elektronische Dokumente zu übertragen
und diese dem Gerichtsvollzieher zu übermitteln.
[[law:zpo:754a#abs_4_2|2]]Der Gerichtsvollzieher darf die ursprünglich übermittelten
elektronischen Dokumente der Ausführung seines Vollstreckungsauftrags
nicht mehr zugrunde legen, nachdem die Information nach Satz 1 Nummer
1 erfolgt ist.