[[{}law:zpo:802c|←]][[{}law:zpo|↑]][[{}law:zpo:802e|→]]
== § 802d Weitere Vermögensauskunft ==
(1)[[law:zpo:802d#abs_1_1|1]] Der Schuldner ist innerhalb von zwei Jahren nach Abgabe der
Vermögensauskunft nach § 802c oder nach § 284 der Abgabenordnung nicht
verpflichtet, eine weitere Vermögensauskunft abzugeben, es sei denn,
ein Gläubiger macht Tatsachen glaubhaft, die auf eine wesentliche
Veränderung der Vermögensverhältnisse des Schuldners schließen lassen.
[[law:zpo:802d#abs_1_2|2]]Besteht keine Pflicht zur Abgabe einer Vermögensauskunft nach Satz 1,
leitet der Gerichtsvollzieher dem Gläubiger einen Ausdruck des letzten
abgegebenen Vermögensverzeichnisses zu; ein Verzicht des Gläubigers
auf die Zuleitung ist unbeachtlich. [[law:zpo:802d#abs_1_3|3]]Der Gläubiger darf die erlangten
Daten nur zu Vollstreckungszwecken verarbeiten und hat die Daten nach
Zweckerreichung zu löschen; hierauf ist er vom Gerichtsvollzieher
hinzuweisen. [[law:zpo:802d#abs_1_4|4]]Von der Zuleitung eines Ausdrucks nach Satz 2 setzt der
Gerichtsvollzieher den Schuldner in Kenntnis und belehrt ihn über die
Möglichkeit der Eintragung in das Schuldnerverzeichnis (§ 882c).
(2)[[law:zpo:802d#abs_2_1|1]] Anstelle der Zuleitung eines Ausdrucks kann dem Gläubiger das
Vermögensverzeichnis als elektronisches Dokument übermittelt werden.