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13.12.2025 BC007 -- Falsche Hoffnung

Unter dem Titel "Hoffnungsschimmer für Long-COVID-Betroffene" berichtete die Universität Erlangen im August 2025 über ihre Studie "Sicherheit, Verträglichkeit und klinische Effekte von Rovunaptabin, auch bekannt als BC007, auf Müdigkeit und Lebensqualität von Patient*innen mit Post-COVID-Syndrom (reCOVer): eine prospektive, explorative, placebo-kontrollierte, doppelblinde, randomisierte Phase-IIa-Studie (RCT)".

Meine Bewertung

Viele Medien haben diese positive Nachricht aufgegriffen. Ich finde jedoch, dass die Ergebnisse dieser Studie diese positiven Aussagen nicht unterstützen. Aus meiner Sicht gibt es keine überzeugenden Beweise für eine spürbare Verbesserung für die Patient*innen.

Gründe für meine Bewertung

Studienphase

Es ist eine Phase-IIa-Studie. Dabei lag der Hauptfokus auf der Sicherheit des Medikaments. Fragen zur Wirksamkeit werden oft erst in Phase-IIb-Studien untersucht. Bei der Sicherheit gab es keine wichtigen Auffälligkeiten.

Einschlusskriterien

Die Teilnehmer*innen mussten folgende Bedingungen erfüllen:

Die Studie war also nicht spezifisch für ME/CFS, wie einige gesagt haben. Untersucht wurde eine sehr spezifische Gruppe: Personen mit funktionellen Autoantikörpern gegen GPCR. Wie die Autor*innen selbst sagen, ist nicht bekannt, wie viele Menschen mit Post-COVID oder ME/CFS solche Autoantikörper haben.

Studiendesign und Ergebnisse

Um den Behandlungseffekt zu messen, wurden 15 bis 16 Parameter mit Fragebögen und Tests erfragt (z. B. CCC, FACIT, Bell, FSS, SF-36-Dimensionen, DSQ-PEM, Borg, 6MWT, Chalder Fatigue Scale). Daraus ergaben sich 30 bis 32 Messwerte (jeweils für zwei Gruppen).