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Eine wichtige Empfehlung für Betroffene ist, der Krankenkasse zu sagen, dass sie nicht anrufen soll.
Bei Themen wie Krankengeld, Hilfsmitteln oder anderen Anträgen ist es besser, alles schriftlich zu machen. Telefonate können dazu führen, dass man sich unter Druck gesetzt fühlt oder Entscheidungen trifft, die man später nicht mehr ändern kann.
Es ist leider so: Für die Krankenkasse sind meist nur die Kosten wichtig. Wie es dir geht, spielt oft keine Rolle.
Krankenkassen dürfen dich zu medizinischen Fragen nicht ohne deine Erlaubnis anrufen. Du kannst auch sagen, dass du keine Anrufe haben möchtest. Ignoriere daher schriftliche Aufforderungen, ein Telefonat zu erlauben, und stimme keinem Case- oder Fallmanagement zu.
Sehr geehrte Damen und Herren,
hiermit untersage ich Ihnen ausdrücklich, mich telefonisch zu kontaktieren. Bitte nutzen Sie für die weitere Kommunikation ausschließlich den schriftlichen Weg per Post.
Ich bitte um Bestätigung, dass meine Bitte in Ihrem System entsprechend vermerkt wurde.
Mit freundlichen Grüßen
[Name]
[Adresse]
[Versichertennummer]
Versicherte berichten, dass sie von ihren Krankenkassen oft zu Auskünften oder Rücknahmen von Anträgen gedrängt werden. Besonders wenn es um Krankengeld oder längere Arbeitsunfähigkeit geht, werden Anrufe genutzt, um Einfluss zu nehmen. Solche Gespräche können viel Stress machen. Man fühlt sich gedrängt, Ja zu sagen zu Dingen, die man nicht will oder die nicht klar sind.
Am Telefon kann leicht etwas gesagt werden, das später gegen einen verwendet wird:
Es gibt Berichte, dass Kontrollanrufe genutzt werden, um Aussagen zu sammeln, die den Anspruch auf Leistungen in Frage stellen. Deshalb sollte man niemals ungeprüft etwas über seine Erkrankung sagen oder Anträge am Telefon ändern.
Telefonate werden nicht dokumentiert. Wenn später verschiedene Aussagen gemacht werden, ist es schwer nachzuweisen, was genau gesagt worden ist. Zusagen, die am Telefon gemacht werden, sind nur dann verbindlich, wenn sie schriftlich vorliegen.
Besonders bei Streitigkeiten über Leistungen oder Widersprüchen ist Dokumentation wichtig. Schriftliche Kommunikation schützt davor, dass wichtige Informationen später anders dargestellt werden.