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| a-z:hilfsmittel [16.09.2026 12:20] – Externe Bearbeitung 127.0.0.1 | a-z:hilfsmittel [27.09.2026 14:01] (aktuell) – [Wer kann die Kosten übernehmen?] sven | ||
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| # Hilfsmittel | # Hilfsmittel | ||
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| In der gesetzlichen Krankenversicherung sind Hilfsmittel beispielsweise Hörhilfen, Körperersatzstücke, | In der gesetzlichen Krankenversicherung sind Hilfsmittel beispielsweise Hörhilfen, Körperersatzstücke, | ||
| - | - den Erfolg einer Krankenbehandlung zu sichern, | + | * den Erfolg einer Krankenbehandlung zu sichern, |
| - | - einer drohenden Behinderung vorzubeugen oder | + | |
| - | - eine Behinderung auszugleichen. | + | |
| Allgemeine Gebrauchsgegenstände des täglichen Lebens gehören in der Regel nicht zur Leistungspflicht der Krankenkasse. Die Abgrenzung richtet sich unter anderem danach, wofür ein Gegenstand entwickelt wurde und wie er im konkreten Fall genutzt werden soll. | Allgemeine Gebrauchsgegenstände des täglichen Lebens gehören in der Regel nicht zur Leistungspflicht der Krankenkasse. Die Abgrenzung richtet sich unter anderem danach, wofür ein Gegenstand entwickelt wurde und wie er im konkreten Fall genutzt werden soll. | ||
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| Abhängig von der konkreten Funktionsbeeinträchtigung können beispielsweise folgende Arten von Hilfen erwogen werden: | Abhängig von der konkreten Funktionsbeeinträchtigung können beispielsweise folgende Arten von Hilfen erwogen werden: | ||
| - | - Mobilitätshilfen wie Rollatoren oder Rollstühle, | + | * Mobilitätshilfen wie Rollatoren oder Rollstühle, |
| - | - Hilfen zum Sitzen, Liegen oder Positionieren, | + | |
| - | - Bade- und Toilettenhilfen, | + | |
| - | - Hilfen zum An- und Ausziehen oder Greifen, | + | |
| - | - Kommunikationshilfen bei erheblich eingeschränkter Sprech- oder Schreibfähigkeit, | + | |
| - | - behinderungsbedingt erforderliche Hilfsmittel oder technische Arbeitshilfen für Ausbildung und Beruf. | + | |
| Diese Beispiele begründen keinen automatischen Anspruch. Entscheidend ist, ob das konkrete Hilfsmittel für den vorgesehenen Zweck notwendig, geeignet und wirtschaftlich ist. Auch bei derselben Diagnose kann der Bedarf sehr verschieden sein. | Diese Beispiele begründen keinen automatischen Anspruch. Entscheidend ist, ob das konkrete Hilfsmittel für den vorgesehenen Zweck notwendig, geeignet und wirtschaftlich ist. Auch bei derselben Diagnose kann der Bedarf sehr verschieden sein. | ||
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| ## Wer kann die Kosten übernehmen? | ## Wer kann die Kosten übernehmen? | ||
| - | Der zuständige Kostenträger richtet sich vor allem nach dem Zweck des Hilfsmittels. | + | Der zuständige Kostenträger richtet sich vor allem nach dem Zweck des Hilfsmittels. |
| - | + | ||
| - | ### Gesetzliche Krankenkasse | + | |
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| - | Die Krankenkasse kommt insbesondere für medizinische Hilfsmittel nach § 33 SGB V in Betracht. Sie versorgt Versicherte grundsätzlich über Vertragspartner wie Sanitätshäuser oder andere zugelassene Leistungserbringer. Vor einer Bestellung sollte geklärt werden, welche Vertragspartner genutzt werden können und ob eine Genehmigung erforderlich ist. | + | |
| - | + | ||
| - | ### Pflegekasse | + | |
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| - | Pflegehilfsmittel dienen dazu, die häusliche Pflege zu erleichtern, | + | |
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| - | ### Träger der Teilhabe am Arbeitsleben | + | |
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| - | Wird eine Hilfe wegen einer Behinderung speziell für Ausbildung oder Beruf benötigt, kann sie eine Leistung zur Teilhabe am Arbeitsleben sein. Je nach Versicherungs- und Beschäftigungssituation können beispielsweise die Bundesagentur für Arbeit, die gesetzliche Rentenversicherung, | + | |
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| - | Ein Hilfsmittel, | + | |
| - | + | ||
| - | ### Weitere mögliche | + | |
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| - | Abhängig von Ziel und Lebenslage können auch die Eingliederungshilfe, | + | |
| ## Hilfsmittelverzeichnis und Hilfsmittel-Richtlinie | ## Hilfsmittelverzeichnis und Hilfsmittel-Richtlinie | ||
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| Am Anfang sollte nicht ein bestimmtes Modell, sondern das konkrete Versorgungsziel stehen. Hilfreiche Fragen sind: | Am Anfang sollte nicht ein bestimmtes Modell, sondern das konkrete Versorgungsziel stehen. Hilfreiche Fragen sind: | ||
| - | - Welche Aktivität ist ohne Hilfe nicht oder nur unter unzumutbarer Belastung möglich? | + | * Welche Aktivität ist ohne Hilfe nicht oder nur unter unzumutbarer Belastung möglich? |
| - | - Welche körperliche, | + | |
| - | - Wo und wie häufig wird die Hilfe benötigt? | + | |
| - | - Muss sie von der betroffenen Person selbst bedient werden können? | + | |
| - | - Welche Folgen hätte eine ungeeignete oder fehlende Versorgung? | + | |
| - | - Welche räumlichen Bedingungen, | + | |
| Eine ärztliche Verordnung sollte die Diagnose nicht nur nennen, sondern nach Möglichkeit auch die relevante Funktionsbeeinträchtigung, | Eine ärztliche Verordnung sollte die Diagnose nicht nur nennen, sondern nach Möglichkeit auch die relevante Funktionsbeeinträchtigung, | ||
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| Der genaue Ablauf hängt vom Hilfsmittel und vom Kostenträger ab. Bei der gesetzlichen Krankenkasse kann er typischerweise so aussehen: | Der genaue Ablauf hängt vom Hilfsmittel und vom Kostenträger ab. Bei der gesetzlichen Krankenkasse kann er typischerweise so aussehen: | ||
| - | 1. Der individuelle Bedarf und das Versorgungsziel werden ärztlich oder fachlich geklärt. | + | - Der individuelle Bedarf und das Versorgungsziel werden ärztlich oder fachlich geklärt. |
| - | 2. Falls erforderlich, | + | |
| - | 3. Ein Vertragspartner der Krankenkasse berät zur geeigneten Versorgung und erstellt gegebenenfalls einen Kostenvoranschlag. | + | |
| - | 4. Verordnung, Kostenvoranschlag und ergänzende Begründungen werden bei der Krankenkasse eingereicht. | + | |
| - | 5. Die Krankenkasse prüft den Antrag und erlässt bei genehmigungspflichtigen Versorgungen einen Bescheid. | + | |
| - | 6. Nach der Bewilligung wird das Hilfsmittel geliefert, angepasst und seine Nutzung erklärt. | + | |
| Das gewünschte Produkt sollte nicht vor der Entscheidung auf eigene Kosten gekauft werden, wenn eine Erstattung erwartet wird. Eine nachträgliche Kostenübernahme ist nicht sicher. Kopien der eingereichten Unterlagen und ein Nachweis über den Eingang des Antrags können hilfreich sein. | Das gewünschte Produkt sollte nicht vor der Entscheidung auf eigene Kosten gekauft werden, wenn eine Erstattung erwartet wird. Eine nachträgliche Kostenübernahme ist nicht sicher. Kopien der eingereichten Unterlagen und ein Nachweis über den Eingang des Antrags können hilfreich sein. | ||
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| Für eine Begründung kann geprüft werden: | Für eine Begründung kann geprüft werden: | ||
| - | - Wurden die tatsächlichen Funktionsbeeinträchtigungen vollständig berücksichtigt? | + | * Wurden die tatsächlichen Funktionsbeeinträchtigungen vollständig berücksichtigt? |
| - | - Ist das Versorgungsziel klar beschrieben? | + | |
| - | - Wurde erklärt, weshalb eine vorgeschlagene günstigere Alternative nicht ausreicht? | + | |
| - | - Können eine ergänzende ärztliche Stellungnahme, | + | |
| Die EUTB kann allgemein zu Rehabilitations- und Teilhabeleistungen orientieren, | Die EUTB kann allgemein zu Rehabilitations- und Teilhabeleistungen orientieren, | ||
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| Die Beantragung und Erprobung eines Hilfsmittels kann für Menschen mit ME/CFS selbst eine erhebliche Belastung sein. Mögliche Entlastungen sind: | Die Beantragung und Erprobung eines Hilfsmittels kann für Menschen mit ME/CFS selbst eine erhebliche Belastung sein. Mögliche Entlastungen sind: | ||
| - | - um Telefon- oder Videoberatung bitten, | + | * um Telefon- oder Videoberatung bitten, |
| - | - Unterlagen möglichst gebündelt und schriftlich austauschen, | + | |
| - | - eine Vertrauensperson bevollmächtigen oder zu Terminen mitnehmen, | + | |
| - | - bei Erprobungen kurze Termine, Pausen und geringe Reizbelastung vereinbaren, | + | |
| - | - vorab die wichtigsten Anforderungen schriftlich festhalten, | + | |
| - | - Fristen und Kontakte an einer Stelle dokumentieren. | + | |
| Diese organisatorischen Maßnahmen sind keine Therapie. Aktivitäten sollten an die individuelle Belastbarkeit angepasst werden, um eine Verschlechterung durch Überlastung möglichst zu vermeiden. | Diese organisatorischen Maßnahmen sind keine Therapie. Aktivitäten sollten an die individuelle Belastbarkeit angepasst werden, um eine Verschlechterung durch Überlastung möglichst zu vermeiden. | ||
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| ## Quellen | ## Quellen | ||
| - | - [§ 33 SGB V – Hilfsmittel](: | + | * [§ 33 SGB V – Hilfsmittel](: |
| - | - [§ 40 SGB XI – Pflegehilfsmittel und wohnumfeldverbessernde Maßnahmen](: | + | |
| - | - [§ 49 SGB IX – Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben](: | + | |
| - | - [Bundesministerium für Gesundheit: Hilfsmittel](https:// | + | |
| - | - [Bundesministerium für Gesundheit: Pflegehilfsmittel](https:// | + | |
| - | - [Gemeinsamer Bundesausschuss: | + | |
| - | - [GKV-Spitzenverband: | + | |
| - | - [gesund.bund.de: | + | |
| - | - [Bundesagentur für Arbeit: Hilfen im Berufsalltag für Menschen mit Behinderungen](https:// | + | |
| # Häufige Fragen | # Häufige Fragen | ||