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| a-z:merkzeichen-g [28.09.2026 13:59] – sven | a-z:merkzeichen-g [16.10.2026 16:31] (aktuell) – [Zusammenfassung] sven | ||
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| Allerdings ist es nicht ausreichend, | Allerdings ist es nicht ausreichend, | ||
| - | Es muss nachgewiesen werden, dass sich aus der Krankheit bzw. dem Leiden eine " | + | Es muss nachgewiesen werden, dass sich aus der Krankheit bzw. dem Leiden eine " |
| - | ergibt und dass aus der " | + | |
| + | Alter oder fehlende Kondition reichen alleine nicht. | ||
| Die so genanten Regelbeispiele definieren für einige Krankheiten, | Die so genanten Regelbeispiele definieren für einige Krankheiten, | ||
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| In einer Begründung für das Merkzeichen müssen folgende Punkte erfüllt sein: | In einer Begründung für das Merkzeichen müssen folgende Punkte erfüllt sein: | ||
| * Die Bedingungen nach §229 SGB IX in Verbindung mit Teil D Nr. 1 VersMedV | * Die Bedingungen nach §229 SGB IX in Verbindung mit Teil D Nr. 1 VersMedV | ||
| - | * Doppelte | + | * Mehrstufige |
| * Vergleichbarkeit mit den Regelbeispielen (VersMedV Teil D Nr. 1 d–f) bezüglich der erheblichen Beeinträchtigung des Gehvermögens | * Vergleichbarkeit mit den Regelbeispielen (VersMedV Teil D Nr. 1 d–f) bezüglich der erheblichen Beeinträchtigung des Gehvermögens | ||
| - | Weitere Unten sind verschiedene Beispiele für eine mögliche Argumentation aufgeführt. | + | Weiter unten sind verschiedene Beispiele für eine mögliche Argumentation aufgeführt. |
| ==== Rechtliche Grundlage ==== | ==== Rechtliche Grundlage ==== | ||
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| Ich leide an Myalgischer Enzephalomyelitis / Chronischem Fatigue-Syndrom (ME/CFS), einer schweren systemischen Erkrankung, die mit einer ausgeprägten Belastungsintoleranz und Post-Exertional Malaise (PEM) einhergeht. Bereits geringe körperliche Anstrengungen, | Ich leide an Myalgischer Enzephalomyelitis / Chronischem Fatigue-Syndrom (ME/CFS), einer schweren systemischen Erkrankung, die mit einer ausgeprägten Belastungsintoleranz und Post-Exertional Malaise (PEM) einhergeht. Bereits geringe körperliche Anstrengungen, | ||
| - | Das Grundleiden ME/CFS verursacht die Funktionsstörungen der körperlichen Leistungsfähigkeit, | + | Das Grundleiden ME/CFS verursacht die Funktionsstörungen der körperlichen Leistungsfähigkeit, |
| In ihrer Auswirkung auf die Gehfähigkeit ist meine Erkrankung vergleichbar mit den in Teil D Abschnitt 1.d der VersMedV genannten Regelbeispielen anderer innerer Leiden, etwa einer chronischen Niereninsuffizienz mit ausgeprägter Anämie, die dort als Beispiel für eine erhebliche Beeinträchtigung der Bewegungsfähigkeit genannt wird. | In ihrer Auswirkung auf die Gehfähigkeit ist meine Erkrankung vergleichbar mit den in Teil D Abschnitt 1.d der VersMedV genannten Regelbeispielen anderer innerer Leiden, etwa einer chronischen Niereninsuffizienz mit ausgeprägter Anämie, die dort als Beispiel für eine erhebliche Beeinträchtigung der Bewegungsfähigkeit genannt wird. | ||
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| Ich leide im Rahmen meines ME/CFS an einer ausgeprägten autonomen Dysregulation, | Ich leide im Rahmen meines ME/CFS an einer ausgeprägten autonomen Dysregulation, | ||
| - | Mein Grundleiden verursacht diese funktionellen Einschränkungen der Herz-Kreislauf- und Atemfunktion, | + | Mein Grundleiden verursacht diese funktionellen Einschränkungen der Herz-Kreislauf- und Atemfunktion, |
| Die Auswirkungen sind vergleichbar mit den in Teil D Abschnitt 1.d der VersMedV genannten Fällen von Herzschäden mit Beeinträchtigung der Herzleistung wenigstens nach Gruppe 3 sowie Atembehinderungen mit dauernder Einschränkung der Lungenfunktion mittleren Grades. In beiden Fällen wird eine erhebliche Beeinträchtigung der Bewegungsfähigkeit anerkannt. Aufgrund der Gleichwertigkeit der Einschränkungen meiner Belastbarkeit sind die Voraussetzungen des § 229 SGB IX in Verbindung mit Teil D Abschnitt 1.a und 1.b der VersMedV erfüllt. | Die Auswirkungen sind vergleichbar mit den in Teil D Abschnitt 1.d der VersMedV genannten Fällen von Herzschäden mit Beeinträchtigung der Herzleistung wenigstens nach Gruppe 3 sowie Atembehinderungen mit dauernder Einschränkung der Lungenfunktion mittleren Grades. In beiden Fällen wird eine erhebliche Beeinträchtigung der Bewegungsfähigkeit anerkannt. Aufgrund der Gleichwertigkeit der Einschränkungen meiner Belastbarkeit sind die Voraussetzungen des § 229 SGB IX in Verbindung mit Teil D Abschnitt 1.a und 1.b der VersMedV erfüllt. | ||
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| Obwohl keine strukturelle Schädigung der Gliedmaßen vorliegt, ist die funktionelle Einschränkung meiner Gehfähigkeit vergleichbar mit den in Teil D Abschnitt 1.d der VersMedV beschriebenen Funktionsstörungen der unteren Gliedmaßen oder der Lendenwirbelsäule, | Obwohl keine strukturelle Schädigung der Gliedmaßen vorliegt, ist die funktionelle Einschränkung meiner Gehfähigkeit vergleichbar mit den in Teil D Abschnitt 1.d der VersMedV beschriebenen Funktionsstörungen der unteren Gliedmaßen oder der Lendenwirbelsäule, | ||
| - | Die doppelte | + | Die mehrstufige |
| Somit liegen die Voraussetzungen für die Annahme einer erheblichen Beeinträchtigung der Bewegungsfähigkeit im Sinne des § 229 SGB IX in Verbindung mit Teil D Abschnitt 1.a und 1.b der VersMedV vor. | Somit liegen die Voraussetzungen für die Annahme einer erheblichen Beeinträchtigung der Bewegungsfähigkeit im Sinne des § 229 SGB IX in Verbindung mit Teil D Abschnitt 1.a und 1.b der VersMedV vor. | ||
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| Im Rahmen meiner ME/ | Im Rahmen meiner ME/ | ||
| - | Die doppelte | + | Die mehrstufige |
| Die Auswirkungen sind vergleichbar mit den in Teil D Abschnitt 1.f der VersMedV beschriebenen Störungen der Orientierungsfähigkeit, | Die Auswirkungen sind vergleichbar mit den in Teil D Abschnitt 1.f der VersMedV beschriebenen Störungen der Orientierungsfähigkeit, | ||
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| - | Begründe auf Basis der beigefügten Gesundheitsdaten das Merkzeichen G in Rahmen der Beantragung eines Schwerbehindertenausweises als Fließtext. | + | # |
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| - | Lasse in die Begründung die folgenden Punkte einfließen, | + | |
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| - | 1.) Grundsätzliche Erfüllung der Anforderungen nach § 229 SGB IX | + | |
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| - | 2.) VersMedV Teil D 1.b : „Bei der Prüfung der Frage, ob diese Voraussetzungen vorliegen, kommt es nicht auf die konkreten örtlichen Verhältnisse des Einzelfalles an, sondern darauf, welche Wegstrecken allgemein - d. h. altersunabhängig von nicht behinderten Menschen - noch zu Fuß zurückgelegt werden. Als ortsübliche Wegstrecke in diesem Sinne gilt eine Strecke von etwa zwei Kilometern, die in etwa einer halben Stunde zurückgelegt wird.“ | + | |
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| - | 3.) Nachweis der doppelteten Kausalität | + | |
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| - | 4.) Nachweis, dass die Auswirkungen des Leiden auf die Geh-Fähigkeit und Wegstrecke mit zumindest einen der Regelbeispiel vergleichbar sind. | + | |
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| - | Die Regelbeispiele aus Teil D Abschnitt 1.d, 1.e und 1.f sind im folgenden zusammengefasst: | + | |
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| - | VersMedV Teil D 1.d | + | |
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| - | Funktionsstörungen der unteren Gliedmaßen und/oder Lendenwirbelsäule | + | |
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| - | | + | |
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| - | VersMedV Teil D 1.d | + | |
| - | Innere Leiden mit Auswirkung auf Gehvermögen | + | |
| - | Herzschäden mit Beeinträchtigung der Herzleistung (mind. Gruppe 3); Atembehinderungen mit dauernder Einschränkung der Lungenfunktion (mind. mittleren Grades) Einschränkung der Gehfähigkeit entscheidend, | + | |
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| - | + | ||
| - | VersMedV Teil D 1.d | + | |
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| - | Andere schwere innere Leiden | + | |
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| - | Z. B. chronische Niereninsuffizienz mit ausgeprägter Anämie; | + | |
| - | + | ||
| - | VersMedV Teil D 1.e | + | |
| - | + | ||
| - | Hirnorganische Anfälle | + | |
| - | + | ||
| - | Ab mittlerer Anfallshäufigkeit mit überwiegend tagsüber auftretenden Anfällen (GdS ≥ 70) Art, Häufigkeit und Tageszeit der Anfälle maßgeblich | + | |
| - | + | ||
| - | VersMedV Teil D 1.e | + | |
| - | Diabetes mellitus | + | |
| - | Häufige hypoglykämische Schocks (analog GdS ≥ 70) Gleichbehandlung mit hirnorganischen Anfällen | + | |
| - | + | ||
| - | VersMedV Teil D 1.f | + | |
| - | + | ||
| - | Sehbehinderungen | + | |
| - | + | ||
| - | Bei Sehbehinderung mit GdB ≥ 70 stets erhebliche Beeinträchtigung; | + | |
| - | + | ||
| - | + | ||
| - | VersMedV Teil D 1.f | + | |
| - | + | ||
| - | Hörbehinderungen | + | |
| - | + | ||
| - | Nur bei Taubheit oder an Taubheit grenzender Schwerhörigkeit im Kindesalter (bis ca. 16 J.) oder im Erwachsenenalter in Kombination mit erheblichen Ausgleichsstörungen (z. B. Seh- oder geistige Behinderung) Kombinationserfordernis mit anderen Beeinträchtigungen | + | |
| - | + | ||
| - | + | ||
| - | VersMedV Teil D 1.f | + | |
| - | + | ||
| - | Geistige Behinderungen | + | |
| - | + | ||
| - | Erhebliche Beeinträchtigung bei GdB 100 (immer), GdB 80–90 (meist), GdB < 80 (nur in Einzelfällen), | + | |
| - | + | ||
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| Das Merkzeichen B setzt voraus, dass die betroffene Person bei der Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel infolge ihrer Behinderung regelmäßig auf fremde Hilfe angewiesen ist. Kann sie öffentliche Verkehrsmittel mithilfe eines Rollators oder Rollstuhls ohne solche Unterstützung benutzen, besteht grundsätzlich kein Anspruch auf das Merkzeichen B. Daran ändert auch die Anerkennung des Merkzeichens G wegen einer psychischen Erkrankung nichts. | Das Merkzeichen B setzt voraus, dass die betroffene Person bei der Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel infolge ihrer Behinderung regelmäßig auf fremde Hilfe angewiesen ist. Kann sie öffentliche Verkehrsmittel mithilfe eines Rollators oder Rollstuhls ohne solche Unterstützung benutzen, besteht grundsätzlich kein Anspruch auf das Merkzeichen B. Daran ändert auch die Anerkennung des Merkzeichens G wegen einer psychischen Erkrankung nichts. | ||
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| + | Das Merkzeichen G steht auch schwerbehinderten Menschen zu, deren Gehfähigkeit aufgrund von Behinderungen erheblich eingeschränkt ist, die nicht ausdrücklich als Regelfälle in den Versorgungsmedizinischen Grundsätzen (VMG) aufgeführt sind. | ||
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| + | Maßgeblich ist, ob die Betroffenen behinderungsbedingt eine Wegstrecke von etwa 2 Kilometern innerhalb von 30 Minuten nicht ohne erhebliche Schwierigkeiten oder Gefahren zurücklegen können. | ||
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| + | Bei mehreren zusammenwirkenden gesundheitlichen Beeinträchtigungen ist die Gesamtauswirkung auf die Gehfähigkeit entscheidend; | ||
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