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law:sgb_5:130e [12.09.2026 06:16] – angelegt - Externe Bearbeitung 127.0.0.1law:sgb_5:130e [20.10.2026 07:28] (aktuell) – Externe Bearbeitung 127.0.0.1
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-=== § 130e Kombinationsabschlag ===+=== § 130e Rabattverträge für Arzneimittel mit patentgeschützten Wirkstoffen mit therapeutisch vergleichbarer Wirkung ===
  
 <wrap #abs_1 /> <wrap #abs_1 />
-(1)<sub><wrap #abs_1_1 />[[law:sgb_5:130e#abs_1_1|1]]</sub> Für alle Arzneimittel mit neuen Wirkstoffen, die in einer vom +(1)<sub><wrap #abs_1_1 />[[law:sgb_5:130e#abs_1_1|1]]</sub> Krankenkassen oder ihre Verbände können Gruppen von Arzneimitteln 
-Gemeinsamen Bundesausschuss zuvor nach § 35a Absatz 3 Satz 4 benannten +mit patentgeschützten Wirkstoffen festlegen, die in einem 
-Kombination eingesetzt und ab dem 2. <sub><wrap #abs_1_2 />[[law:sgb_5:130e#abs_1_2|2]]</sub>Mai 2023 zu Lasten der +Therapiegebiet eine therapeutisch vergleichbare Wirkung haben, und mit 
-Krankenkassen abgegeben werden, erhalten die Krankenkassen vom +pharmazeutischen Unternehmen Rabattverträge nach § 130a Absatz 8 oder 
-jeweiligen pharmazeutischen Unternehmer einen Abschlag in Höhe von 20 +§ 130c für Arzneimittel einer Gruppe vereinbaren. <sub><wrap #abs_1_2 />[[law:sgb_5:130e#abs_1_2|2]]</sub>Die Vereinbarungen 
-Prozent des Abgabepreises des pharmazeutischen Unternehmers ohne +können exklusiv und wirkstoffübergreifend ausgeschrieben werden. 
-Mehrwertsteuer. <sub><wrap #abs_1_3 />[[law:sgb_5:130e#abs_1_3|3]]</sub>Der Abschlag entfällt mit Wirkung für die Zukunft, +<sub><wrap #abs_1_3 />[[law:sgb_5:130e#abs_1_3|3]]</sub>Vertragsärzte haben aus einer festgelegten Gruppe von Arzneimitteln 
-wenn der Gemeinsame Bundesausschuss nach § 35a Absatz 3 Satz 1 einen +die Arzneimittel zu verordnen, für die Rabattverträge vereinbart 
-mindestens beträchtlichen Zusatznutzen der Kombination von +wurden, es sei denn, im Einzelfall sprechen medizinische Gründe 
-Arzneimitteln festgestellt hat oder nach § 35a Absatz 1d Satz 1 +dagegen.
-festgestellt hat, dass die Kombination von Arzneimitteln einen +
-mindestens beträchtlichen Zusatznutzen erwarten lässt.+
  
 <wrap #abs_2 /> <wrap #abs_2 />
-(2)<sub><wrap #abs_2_1 />[[law:sgb_5:130e#abs_2_1|1]]</sub> Zur Geltendmachung des Abschlags dürfen die Krankenkassen die +(2)<sub><wrap #abs_2_1 />[[law:sgb_5:130e#abs_2_1|1]]</sub> Verordnungen von Arzneimitteln aus einer nach Absatz 1 Satz 1 
-ihnen vorliegenden Abrechnungsdaten versichertenbezogen verarbeiten. +festgelegten Gruppe, für die Rabattverträge nach Absatz 1 Satz 1 
-<sub><wrap #abs_2_2 />[[law:sgb_5:130e#abs_2_2|2]]</sub>Das Nähere zur Umsetzung des Abschlags, insbesondere zur Feststellung +vereinbart wurden, sind von der Prüfungsstelle als bei den 
-und Abgrenzung abschlagspflichtiger Kombinationseinsätze in den in +Wirtschaftlichkeitsprüfungen nach den §§ 106 bis 106c zu 
-Satz 1 genannten Daten sowie zu Art und Umfang der für die Abrechnung +berücksichtigende Praxisbesonderheiten anzuerkennen. <sub><wrap #abs_2_2 />[[law:sgb_5:130e#abs_2_2|2]]</sub>Die in § 106b 
-des Abschlags notwendigen Nachweise und der Datenübermittlung, regelt +Absatz 1 Satz 1 genannten Vertragspartner können vereinbaren, dass 
-der Spitzenverband Bund der Krankenkassen im Einvernehmen mit den für +Verordnungen nicht rabattierter Arzneimittel aus einer nach Absatz 1 
-die Wahrnehmung der wirtschaftlichen Interessen gebildeten +Satz 1 festgelegten Gruppe, die auch Arzneimittel enthält, für die 
-maßgeblichen Spitzenorganisationen der pharmazeutischen Unternehmer +Rabattverträge nach Absatz 1 Satz 1 vereinbart wurden, von Maßnahmen 
-auf Bundesebene bis zum 31. <sub><wrap #abs_2_3 />[[law:sgb_5:130e#abs_2_3|3]]</sub>Oktober 2023. <sub><wrap #abs_2_4 />[[law:sgb_5:130e#abs_2_4|4]]</sub>Kommen die Regelungen nach +nach den §§ 106 bis 106c auszunehmen sind, wenn eine nach § 106b 
-Satz 2 bis zum 31. <sub><wrap #abs_2_5 />[[law:sgb_5:130e#abs_2_5|5]]</sub>Oktober 2023 nicht oder nicht vollständig zustande, +Absatz 1 Satz 5 vereinbarte Verordnungsquote für solche Arzneimittel 
-setzt das Bundesministerium für Gesundheit den Inhalt der Regelungen +der Gruppe, für die Rabattverträge nach Absatz 1 Satz 1 vereinbart 
-fest. <sub><wrap #abs_2_6 />[[law:sgb_5:130e#abs_2_6|6]]</sub>Eine Klage gegen die Festsetzung nach Satz 2 hat keine +wurden, erreicht wurde. <sub><wrap #abs_2_3 />[[law:sgb_5:130e#abs_2_3|3]]</sub>Das Nähere, auch zur Anerkennung der im 
-aufschiebende Wirkung.+Einzelfall aus medizinischen Gründen erfolgenden Verordnung nicht 
 +rabattierter Arzneimittel als wirtschaftlich, vereinbaren die in 
 +§ 106b Absatz 1 Satz 1 genannten Vertragspartner.
  
 <wrap #abs_3 /> <wrap #abs_3 />
-(3)<sub><wrap #abs_3_1 />[[law:sgb_5:130e#abs_3_1|1]]</sub> Die Krankenkassen oder ihre Verbände können mit pharmazeutischen +(3)<sub><wrap #abs_3_1 />[[law:sgb_5:130e#abs_3_1|1]]</sub> Bis zum Ablauf des 31. <sub><wrap #abs_3_2 />[[law:sgb_5:130e#abs_3_2|2]]</sub>Dezember 2030 sind Festlegungen von Gruppen 
-Unternehmern unter Beachtung der Regelungen nach Absatz 2 Satz 2 oder +und Vereinbarungen von Rabattverträgen nach Absatz 1 Satz 1 nur 
-Satz 3 ergänzende Vereinbarungen zur Umsetzung des Abschlags treffen. +innerhalb folgender Wirkstoffgruppen zulässig: 
-<sub><wrap #abs_3_2 />[[law:sgb_5:130e#abs_3_2|2]]</sub>Die in § 130b Absatz 5 Satz 1 genannten Verbände können eine + 
-Mustervereinbarung für Vereinbarungen nach Satz 1 vereinbaren.+1.  <sub><wrap #abs_3_3 />[[law:sgb_5:130e#abs_3_3|3]]</sub>Janus-assoziierte Kinase (JAK)-Inhibitoren, 
 + 
 + 
 +2.  <sub><wrap #abs_3_4 />[[law:sgb_5:130e#abs_3_4|4]]</sub>Calcitonin-Gene-Related-Peptide (CGRP)-Antagonisten, 
 + 
 + 
 +3.  <sub><wrap #abs_3_5 />[[law:sgb_5:130e#abs_3_5|5]]</sub>Poly-ADP-Ribose-Polymerase (PARP)-Inhibitoren, 
 + 
 + 
 +4.  <sub><wrap #abs_3_6 />[[law:sgb_5:130e#abs_3_6|6]]</sub>Proproteinkonvertase Subtilisin/Kexin Typ 9 (PCSK9)-Inhibitoren und 
 + 
 + 
 +5.  <sub><wrap #abs_3_7 />[[law:sgb_5:130e#abs_3_7|7]]</sub>Programmed Cell Death-1-Rezeptor/Programmed Cell Death-ligand-1 
 +(PD-1/PD-L1)-Inhibitoren. 
 + 
 + 
 + 
 + 
 +<wrap #abs_4 /> 
 +(4)<sub><wrap #abs_4_1 />[[law:sgb_5:130e#abs_4_1|1]]</sub> Der Spitzenverband Bund der Krankenkassen hat dem 
 +Bundesministerium für Gesundheit bis zum 31. <sub><wrap #abs_4_2 />[[law:sgb_5:130e#abs_4_2|2]]</sub>Juli 2030 einen Bericht 
 +über die Auswirkungen des § 130e auf die Qualität und 
 +Wirtschaftlichkeit der Versorgung mit sowie die Auswirkungen auf die 
 +Ausgaben für Arzneimittel vorzulegen.