Hier ein Beispiel, wie eine Anlage zu dem eigentlichen Antrag aussehen kann.

Die Webseite Anlage zeigt, wie man mit Hilfe von KI einen ersten Entwurf dieses Dokuments erzeugen lassen kann.

Aufbau

Einleitung

Da der Platz im offiziellen Formular nicht ausreicht, werden in dieser Anlage die wesentlichen gesundheitlichen Einschränkungen und ihre Auswirkungen auf die Teilhabe am Leben beschrieben.

Das Krankheitsbild ME/CFS (Myalgische Enzephalomyelitis / Chronisches Fatigue-Syndrom) ist trotz über 40-jähriger wissenschaftlicher Beschreibung vielen Gutachtern noch nicht vertraut. Aus diesem Grund werden im Folgenden die Funktionseinschränkungen nach der ICF-Systematik und ihre konkreten Auswirkungen im Alltag erläutert.

Von diesem Dokument darf nicht auf die kognitive Leistungsfähigkeit geschlossen werden – der Text entstand in wochenlanger Kleinstarbeit und unter maßgeblicher Unterstützung einer vertrauten Person.

Anhänge

Hier listet ihr alle Dokumente auf, die ihr dem Bescheid beifügt. Alle Dokumente solltet ihr durchnummerieren. Die Gesundheitsstörung sollte zu den Angaben in dem eigentlichen Antrag passen. Hier sollten nicht plötzlich Krankheiten auftauchen, die ihr im Antrag nicht mit angegeben habt.

Hilfreich ist eine Stellungname euren Arztes.

Nr. Arzt Beschreibung Gesundheitsstörung
1 Dr. XYZ Diagnose ME/CFS
2 Dr. Abc Stellungnahme ME/CFS, Pots
X Was ist ME/CFS? -

Selbsteinschätzung – Einschränkungen an der Teilhabe

Beim GdB zählt nicht die Diagnose selbst, sondern wie stark die Teilhabe am Leben in der Gesellschaft beeinträchtigt ist.

Beispiel: Zwei Personen haben Arthrose – die eine kann trotz Schmerzen selbstständig arbeiten, gehen und am sozialen Leben teilnehmen, während die andere wegen Bewegungseinschränkungen nur kurze Strecken laufen kann, ihren Beruf nicht mehr ausüben kann und soziale Kontakte meidet. Die zweite Person hat daher einen höheren GdB, weil ihre Teilhabe stärker eingeschränkt ist.

Der Fokus bei der Selbsteinschätzung liegt somit auf der Frage „Was fällt mir schwer und was kann ich alles nicht mehr tun!“.

Um die Selbsteinschätzung strukturiert darzustellen, empfehle ich sich an der International Classification of Functioning (ICF) zu orientieren. Hiermit kann sichergestellt werden, dass keine wichtigen Bereiche vergessen werden. Im folgenden führe ich die Hauptbereiche auf. Auf Redadat ICF kann man sich die Details für die einzelnen Kategorien anzeigen lassen.

Eine Gliederung kann so aussehen. Die Gliederung kann man aber beliebig verfeinern.

Mehr Information auf der Seite Anlage.

Prognose

Gemäß aktueller wissenschaftlicher Erkenntnis ist ME/CFS eine chronische, schwerwiegende, nicht selbstlimitierende Erkrankung mit sehr begrenzter Aussicht auf vollständige Genesung. Auch bei Post-COVID-bedingtem ME/CFS zeigen Studien eine hohe Chronifizierungsrate. Langfristig ist nur eine symptomorientierte Therapie möglich; eine ursächliche Heilung ist derzeit nicht absehbar. Die Erkrankung ist dauerhaft und erfordert energetische Anpassung (Pacing), um Verschlechterungen zu vermeiden.

Prognose: langfristig chronisch, mit stabil niedrigem Funktionsniveau.

Höhe des GdB

Dieser Abschnitt ist optional.

Nur falls ihr fit im Argumentieren seid, könnt ihr mit Hilfe der Information der Seite Höhe des GDB einen GdB vorschlagen und ihn entsprechend begründen.

Merkzeichen

Sofern ihr Merkzeichen beantragt, solltet ihr in diesem Abschnitt eine Begründung für diese Merkzeichen beifügen.

Die folgenden Seiten erläutert die genauen Anforderungen und mögliche Argumente.

Darstellung von ME/CFS

Myalgische Enzephalomyelitis / Chronisches Fatigue-Syndrom (ME/CFS) ist eine neuroimmunologische Multisystemerkrankung, die durch Post-Exertional Malaise (PEM) charakterisiert ist – eine Zustandsverschlechterung nach minimaler Belastung (körperlich oder kognitiv). Typische Symptome: Fatigue, orthostatische Intoleranz, kognitive Dysfunktionen, Muskelschmerzen, Schlafstörungen und autonome Dysregulation. Die Erkrankung wurde durch die WHO unter ICD-10 G93.3 klassifiziert und ist seit 1969 anerkannt. Aktuelle Leitlinien beschreiben sie als chronisch progredient mit deutlichen Einschränkungen der Lebensqualität und Teilhabe.

Zur besseren Nachvollziehbarkeit der Krankheit füge ich weiteres Informationsmaterial bei.

Für tiefergehende Informationen verweise ich auf die Webseite der deutschen Gesellschaft für ME/CFS und auf ihren Praxisleitfaden.