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13.12.2025 Petitionen? Nein Danke!

Warum private Petitionen vergeudete Energie sind

Im Internet gibt es oft neue Petitionen. Diese Petitionen wollen mehr Unterstützung und Forschung zu ME/CFS. Die Gründe dafür sind wichtig. Viele Menschen mit ME/CFS wünschen sich Hilfe. Doch viele Petitionen sind auf privaten Webseiten wie change.org oder openpetition.de. Auch wenn sie gut gemeint sind, bringen sie oft nichts.

Petitionen auf privaten Plattformen sammeln zwar viele Unterschriften. Aber sie erreichen die wichtigen Entscheidungen in Deutschland nicht. Ohne offizielle Anerkennung sind sie nur symbolische Aufrufe. Sie fühlen sich aktiv an, aber bringen keine echten Veränderungen.

Für die Betroffenen kann das schlimmer sein. Diese Aktionen wecken oft falsche Hoffnungen. Viele Menschen geben viel Zeit und Energie für diese Petitionen aus, weil sie hoffen, dass sich etwas ändert. Wenn sie dann merken, dass nichts passiert, führt das zu Enttäuschung und dem Gefühl, machtlos zu sein.

Ich kritisiere auch die Anbieter solcher Seiten. Oft wird nicht deutlich gesagt, dass diese Petitionen keine politischen Folgen haben. Es entsteht der Eindruck, dass das alles offiziell ist und echte Konsequenzen hat. Wer eine Petition startet, sollte ehrlich sein und sagen: „Das ist ein symbolischer Aufruf.„ Alles andere ist irreführend, auch wenn es nicht absichtlich so ist.

"Echte Petitionen"

In Deutschland können nur Petitionen beim Deutschen Bundestag, bei den Landtagen oder bei den Gemeinden echte Wirkung haben. Sie sind kein netter Brauch, sondern ein Recht: Artikel 17 des Grundgesetzes garantiert, dass alle Menschen Bitten oder Beschwerden an die zuständigen Stellen richten dürfen.

Für den Bundestag gibt es das Petitionsverfahren. Der Petitionsausschuss des Bundestages kümmert sich darum. Wenn genügend Menschen (50.000 Unterschriften innerhalb von vier Wochen) unterschreiben, muss der Ausschuss die Petition öffentlich beraten. Die Abgeordneten müssen sich damit beschäftigen und Antworten einholen. Das ist ein großer Unterschied zu privaten Online-Petitionen.

Wer politische Veränderungen für ME/CFS erreichen möchte, zum Beispiel mehr Forschung oder bessere Hilfe, muss den offiziellen Weg gehen und nicht über private Plattformen.

Schlechte Petitionen

Ein weiteres Problem: Viele private Petitionen sind nicht nur wirkungslos, sondern auch schlecht geschrieben. Sie wirken oft, als wären sie hastig erstellt worden. Einige Forderungen sind schon gesetzlich geregelt, oder sie verlangen Dinge, die in einer Demokratie nicht funktionieren. Manchmal sind sie so formuliert, dass nur Menschen mit ME/CFS sie verstehen, aber nicht andere.

Solche Petitionen schaden der Sache, weil sie unprofessionell wirken und das Anliegen von Menschen mit ME/CFS nicht ernst genommen wird.

Petitionen als Stimme der Lobbylosen

Meiner Meinung nach werden Petitionen genutzt, wenn es um Themen ohne starke Unterstützung geht. Große Firmen oder Interessenverbände brauchen selten Petitionen. Sie setzen ihre Wünsche anders um. Aber Menschen mit ME/CFS haben das nicht: keine starke Lobby und keine politische Macht.

Zusammenfassung

Jede private Petition ist für mich eine Verschwendung von Energie. Sie fühlen sich nicht gut an. Die meisten bringen nichts, sind oft schlecht gemacht und schaden mehr, als sie helfen. Die Petitionen zeigen mir, dass wir keine starke Unterstützung haben.

Ich kann diese Petitionen nicht mehr sehen. Nutzt eure Energie lieber für etwas Sinnvolles.