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PEM
Post-Exertionelle Malaise nennt man eine sehr starke Verschlechterung des Gesundheitszustands, die nach einer Anstrengung kommt. Diese Verschlechterung dauert mindestens 14 bis 24 Stunden. Während dieser Zeit werden schon vorhandene Symptome schlimmer, und es können neue Symptome auftreten.
PEM kann durch körperliche, geistige, sensorische oder emotionale Belastungen verursacht werden. Die Verschlechterung kann sofort nach der Aktivität oder auch mit einer Verzögerung auftreten und kann mehrere Tage oder Wochen dauern.
Namensherkunft
Post-Exertionelle Malaise
- post = nach
- exertion = Anstrengung
- malaise = Krankheitsgefühl
Definitionen
Es gibt verschiedene Definitionen für PEM:
Deutsche Gesellschaft für ME/CFS e.V.
„Post-Exertionelle Malaise (kurz: PEM) bedeutet die Verschlechterung der Symptome nach kleinen körperlichen oder geistigen Anstrengungen. PEM kann sofort nach einer Aktivität oder innerhalb von 12 bis 48 Stunden auftreten und kann mehrere Tage oder Wochen dauern.“
https://flexikon.doccheck.com/de/Postexertional_Malaise
„Postexertional Malaise, kurz PEM, bezeichnet eine nicht normale Verschlechterung des Zustands nach körperlicher, geistiger oder emotionaler Belastung. Diese Verschlechterung ist stärker, als man erwartet, und kommt oft mit Verzögerung. PEM ist ein wichtiges Symptom der Myalgischen Enzephalomyelitis/Chronic Fatigue Syndrome (ME/CFS).“
Post-Exertionelle Malaise, kurz PEM, ist eine starke Verschlechterung des Zustands nach Anstrengung. Dabei werden Symptome schlimmer oder es kommen neue Symptome hinzu. Die Verschlechterung wird durch körperliche, geistige oder emotionale Belastung verursacht und tritt oft verzögert auf. Es liegt eine Störung der Reaktion des Körpers auf die Belastung vor.
Interdisziplinäres, kollaboratives D-A-CH-Konsensus-Statement
„PEM ist eine starke Verschlechterung des Zustands nach Anstrengung. Dies geschieht oft zeitverzögert (12–72 Stunden) nach leichter anstrengender Aktivität. Die Verschlechterung kann Stunden, Tage oder Wochen anhalten. Es gibt das Risiko, dass der Gesamtzustand dauerhaft schlechter wird.“
PENE
2011 wurde der Begriff PENE, post exertional neuroimmune exhaustion („neuroimmunologische Erschöpfung nach Anstrengung“), als Alternative zu PEM eingeführt. In der Praxis hat sich der Begriff jedoch nicht durchgesetzt.
PENE wird definiert als:
„Das Hauptmerkmal ist, dass der Körper nicht genug Energie produzieren kann, wenn man es braucht. Symptome treten besonders in den neuroimmunologischen Bereichen auf. Merkmale sind:
1. Starke Müdigkeit nach Anstrengung, die sogar bei kleinen Tätigkeiten auftreten kann.
2. Schlimmere Symptome nach Belastung, z.B. grippeähnliche Symptome oder Schmerzen.
3. Erschöpfung nach Anstrengung, die sofort oder verzögert auftreten kann.
4. Langsame Erholung, die üblicherweise mehr als einen Tag dauert.
5. Eine niedrige Fähigkeit zur Anstrengung führt zu weniger Aktivität im Vergleich zu vor der Erkrankung.“
Schweizerische Gesellschaft für ME & CFS
Bei PENE wird die Grundsymptomatik schlimmer, die sofort oder mit Verzögerung auftreten kann. Die Erholungszeit variiert von Person zu Person und dauert meist mehr als einen Tag. Je größer die Anstrengung, desto stärker die Symptome danach.
Diagnostik
Die Diagnose von PEM kann durch den Hausarzt gestellt werden. Dabei sollten andere mögliche Ursachen ausgeschlossen werden.
Hilfreich können Screening-Fragebögen sein, wie der DePaul Symptom Questionnaire–Post-Exertional Malaise oder der Munich Berlin Symptom Questionnaire.
PEM & ME/CFS
Die Post-Exertionelle Malaise (PEM) ist das wichtigste Symptom von ME/CFS. Sie ist notwendig für die Diagnose der Krankheit und wird in allen bekannten Diagnosekriterien erwähnt. Zudem müssen weitere Symptome vorhanden sein, wie Schmerzen, Probleme mit dem Denken oder andere körperliche Beschwerden. PEM allein reicht nicht aus für die Diagnose von ME/CFS. Auch die „atypische Myalgische Enzephalomyelitis“ benötigt zusätzliche Symptome.
Einige Selbsthilfegruppen verbinden PEM direkt mit ME/CFS. Diese Ansicht stimmt jedoch nicht mit den medizinischen Diagnosekriterien überein. Es ist möglich, dass Menschen PEM haben, ohne die Diagnose ME/CFS zu erfüllen. Die Annahme, dass PEM immer mit ME/CFS identisch ist, vereinfacht die aktuelle diagnostische Sichtweise. Fachlich ist PEM notwendig, aber nicht genug für die Diagnose von ME/CFS.
Es ist wichtig zu sagen, dass die Versorgung von Personen, die nicht die Diagnose ME/CFS haben, aber trotzdem PEM haben, oft schlechter ist. Diese Menschen bekommen oft keine Diagnose.

