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Post-Exertionelle Malaise (PEM)

Post-Exertionelle Malaise (PEM) ist eine Verschlechterung von Beschwerden nach Anstrengung. Diese Anstrengung kann körperlich, geistig, emotional oder sozial sein. PEM kann Stunden oder Tage nach der Aktivität auftreten und lange dauern. Sie ist ein wichtiges Zeichen von Myalgischer Enzephalomyelitis / Chronischem Fatigue-Syndrom (ME/CFS), reicht aber allein nicht für eine Diagnose. Dieser Artikel erklärt, wie man PEM erkennt und was man dabei beachten sollte. Er ersetzt nicht die ärztliche Diagnose oder Behandlung.

Darstellung der Post-Exertionellen Malaise

Das Wichtigste zuerst

Sogar Aktivitäten, die früher gut verträglich waren, können bei ME/CFS zu einer Verschlechterung führen. Beschwerden können zum Beispiel Erschöpfung, Schmerzen, Konzentrationsprobleme oder Schlafstörungen verstärken. Stärke, Beginn und Dauer der Beschwerden sind unterschiedlich; es gibt keinen festen Zeitrahmen für jeden.

PEM ist mehr als normale Müdigkeit nach Anstrengung. Wenn du denkst, dass du eine Verschlechterung hast, versuche nicht, sie absichtlich durch Anstrengung auszulösen. Die Verlauf und andere Ursachen sind für die medizinische Bewertung wichtig.

Der Name setzt sich zusammen aus „post“ für „nach“, „exertion“ für „Anstrengung“ und „malaise“ für „Krankheitsgefühl“. In Fachtexten gibt es unterschiedliche Zeitangaben und Definitionen. Das D-A-CH-Konsensus-Statement beschreibt auch andere mögliche Auslöser. Eine starre Mindestdauer aus einer Definition sollte nicht für alle persönlichen Fälle gelten.

Woran kann ich PEM erkennen?

PEM kann sofort beginnen, tritt aber oft verzögert auf. Die Beschwerden können nach körperlicher Aktivität oder auch nach Denken, Gesprächen, emotionaler Belastung oder anderen Anforderungen zunehmen. Auch die Erholungszeit kann unterschiedlich sein.

Diese Fragen können hilfreich sein für das Gespräch mit einer behandelnden Fachperson:

  • Welche Aktivität ging der Verschlechterung voraus?
  • Wann begann die Verschlechterung und welche Beschwerden sind schlimmer geworden oder neu dazugekommen?
  • Wie lange dauerte es, bis du dich wieder besser gefühlt hast?

Wenn eine ausführliche Notiz zu anstrengend ist, reicht auch eine kurze Notiz. Für die Diagnose müssen die Beschwerden im Zusammenhang mit der gesamten Krankengeschichte betrachtet werden.

Zur strukturierten Erfassung gibt es den DePaul Symptom Questionnaire für PEM. Ein solcher Fragebogen hilft im Gespräch, ist aber kein Nachweis für ME/CFS. Auch wenn die gesamte ME/CFS-Diagnose nicht erfüllt ist, können Beschwerden wichtig sein; Betroffene brauchen auch in diesem Fall eine gute Abklärung und Betreuung.

Was kann im Alltag helfen?

Energiemanagement, auch Pacing genannt, bedeutet, Aktivitäten und Ruhe nach der aktuellen Belastbarkeit auszurichten. Ziel ist, Verschlechterungen zu vermeiden. Es ist keine Heiltherapie und sichert nicht, dass PEM nicht auftritt.

Die eigene Belastungsgrenze kann sich ändern. Feste Vorgaben zur Erhöhung von Aktivitäten sind bei ME/CFS nicht geeignet, wenn sie nicht auf Beschwerden und deren Folgen reagieren. Plane wichtige Termine so, dass deine Grenzen und mögliche Anpassungen beachtet werden; hole dir bei Bedarf Hilfe.

PEM und die Diagnose ME/CFS

PEM ist wichtig für die gängigen Diagnosen von ME/CFS. Weitere Beschwerden, die Krankheitsdauer und andere mögliche Ursachen sind ebenfalls wichtig für die Diagnose. PEM allein zeigt nicht, dass jemand ME/CFS hat; auch andere Krankheiten müssen ärztlich eingeordnet werden.

In den Internationalen Konsenskriterien wird auch der Begriff „post-exertional neuroimmune exhaustion“ (PENE) genutzt. Er beschreibt einen ähnlichen Belastungszustand. Welche Kriterien für eine genaue Diagnose gelten, musst du mit den behandelnden Fachpersonen besprechen.

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Quellen

Häufige Fragen

Wie lange dauert eine PEM?

Das ist unterschiedlich. Sie kann Stunden, Tage oder länger dauern. Eine feste Mindestdauer passt nicht auf jede individuelle Situation.

Reicht PEM für eine ME/CFS-Diagnose aus?

Nein. PEM ist wichtig, aber die Diagnose schaut sich auch andere Beschwerden, den Verlauf und andere Ursachen an. Mehr dazu steht im Artikel Diagnosekriterien.

Sollte ich meine Belastungsgrenze testen?

Eine absichtliche Verschlechterung der Symptome ist nicht nötig. Sprich über Fragen zur Diagnose und Belastung mit einer medizinischen Fachperson, anstatt PEM absichtlich auszulösen.