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Therapieansätze

Die Behandlung von ME/CFS ist noch schwierig. Es gibt kein Heilmittel oder eine Therapie, die die Krankheit heilen kann. Die Forschung macht Fortschritte, aber es gibt keine Methode, die den Patienten zuverlässig hilft oder sie heilt.

Therapieansätze zielen vor allem darauf ab, die Symptome zu verringern, Verschlechterungen zu vermeiden und die persönliche Belastungsgrenze zu stabilisieren.

siehe Hauptartikel: Therapieansätze aus der Praxis

Pacing und Energiemanagement

Das wichtigste Prinzip bei ME/CFS ist Pacing. Es beruht darauf, dass Post Exertional Malaise eine Reaktion auf zu viel körperliche, geistige oder emotionale Anstrengung ist. Ziel von Pacing ist es, innerhalb der eigenen Energiegrenzen zu bleiben. So sollen Belastungsspitzen vermieden werden, die den Zustand verschlechtern.

Das bedeutet, man muss sich selbst gut beobachten, den Tag in Aktivität und Ruhe aufzuteilen und Überlastung durch kleine Aktivitäten zu vermeiden. Ein Herzfrequenzmonitor kann helfen, die Grenze nicht zu überschreiten. Es ist wichtig, die Aktivität nur langsam und nach den Symptomen anzupassen.

Pharmakologische/Medikamentöse Therapie

Es gibt bisher keine spezielle medikamentöse Therapie. Medikamente zielen auf Symptome wie Schmerzen, Schlafprobleme, orthostatische Intoleranz, Mastzellaktivierung oder Probleme mit dem Denken ab.

Behandlung von Komorbiditäten

Krankheiten wie Mastzellaktivierungssyndrom, Small Fiber Neuropathie, Autoimmunerkrankungen oder Schlafapnoe können die Symptome verstärken. Eine genaue Diagnose und Behandlung dieser zusätzlichen Erkrankungen sind wichtig für einen ganzheitlichen Therapieansatz.

Auch psychische Probleme wie Depression oder Angstzustände sollten erkannt und behandelt werden. Dabei soll die Grundkrankheit nicht als psychologisch angesehen werden. Psychotherapeutische Unterstützung kann helfen, ist aber keine echte Therapie.

Rehabilitative und aktivierende Konzepte

Frühere Rehabilitationsprogramme, die die Belastung steigern sollten, waren für viele Betroffene oft nicht hilfreich und konnten schädlich sein. Aktivierende Therapien müssen sich daher streng nach der individuellen Belastbarkeit richten.

Ergotherapie kann helfen, den Alltag besser zu gestalten. Physiotherapie sollte nach den Symptomen stattfinden, reizarm und ohne Druck. Das Ziel ist Stabilisierung, nicht Leistungssteigerung.

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